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Captain Marco findet sein Glück um die Ecke

Barbier Marco Holz

Marco Holz, 36 Jahre jung, nennt sich selbst „Barbier aus Leidenschaft“. Als Spross einer Waldkircher Friseurfamilie ist er erblich vorbelastet, entschloss sich aber garantiert aus freien Stücken für eine Ausbildung zum Friseur.

Seine erste Station: Eine Privatschule, die nach der Pivot Point-Methode arbeitet. Den Feinschliff erhält er danach vom Freiburger Oberinnungsmeister, legt 2009 beim Lörracher Starfriseur Amann und Bohn, bekannt als Weltmeisterschmiede, die Meisterprüfung ab. Danach arbeitet er selbstständig im Familienbetrieb „Friseur Holz“ mit Vater Rudi zusammen, geht aber auch gern auf Reisen – zum Beispiel nach London zur Fashion Week oder als Kreuzfahrt-Coiffeur aufs berühmte Kreuzfahrtschiff Aida.

Doch das Glück lauert manchmal direkt um die Ecke: Marco findet Anfang 2017 einen freistehenden kleinen Laden, nur wenige Schritte entfernt vom Geschäft seines Vaters. „Ich wusste sofort, dass das mein Geschäft wird. Besser konnte es nicht passen“, erinnert er sich.

Old School made in Italy

Barbier Santo Venticinque

Mehr Erfahrung als Santo Venticinque kann man nach gerade mal 50 Sommern auf diesem Planeten kaum mitbringen. Im zarten Alter von zehn Jahren sei er seinem Handwerk bereits verfallen gewesen, erzählt der charmante Sizilianer mit Vollbart und hinreißendem Moustache.

Ausgebildet als Damen- und Herrenfriseur, widmet er sich danach aber ausschließlich dem Optimieren von Haupt- und Barthaar. Gelernt hat Santo den Umgang mit Rasiermesser und Schere von sizilianischen Barbieren und sieht sich selbst als Vertreter der „Alten Schule“. Auch wenn er den Umgang mit der Maschine meisterhaft beherrscht, bevorzugt er das klassische Arbeiten mit Kamm und Schere. Der vielfach mit Preisen und Auszeichnungen bedachte Profi hat nicht nur in Bella Italia gearbeitet, sondern auch das europäische Ausland bereist.

Seit 20 Jahren gibt er sein profundes Wissen im eigenen Barbiersalon in Catania an den Nachwuchs weiter. Ein absoluter Glücksfall für das Barbierquartett aus Waldkirch, denn Santo ist jetzt Wahl-Badener. „Ich liebe meine Arbeit und ich lebe für sie“, sagt Signore Venticinque.

Riesentalent in weißen Socken

Barbier Yasin Altunisik

Yasin Altunisik, 25 Lenze jung, ist unser Frontman auf den Showbühnen internationaler Messen. Das liegt nicht nur am stets tadellosen Outfit des gebürtigen Waldkirchers (spricht uf Wunsch alemannisch), sondern auch an seiner technischen Brillanz: Yasin kann es einfach -- und konnte es schon immer.

Im zarten Alter von 15 Jahren entflammte er bereits für den Beruf des Friseurs, Freunde und Familie kamen als erste Testpersonen in den Genuss einwandfreier Schnitte des Autodidakten, der sich ein Leben ohne Kamm und Schere nach mittlerweile einem Jahrzehnt Berufserfahrung gar nicht mehr vorstellen kann.

„Ich bin glücklich, dass ich meinen Traumberuf schon in jungen Jahren gefunden habe“, sagt Yasin, der am liebsten Fade Cuts macht, und glaubt, dass er noch längst nicht ausgelernt hat.

Alte Leidenschaft bricht sich Bahn

Barbier Frank Neureuther

„Ich war schon immer ein Barbier und kein Friseur“, sagt Frank Neureuther. Kurz vor der Jahrhundertwende hat er seine Ausbildung in Berlin abgeschlossen, für die internationale männliche Hauptstadt-Kundschaft und einen großen türkischen Kundenstamm viele traditionelle Nassrasuren gemacht.

Flattop frei schneiden, das kann der schnieke Familienvater mit dem Faible für alte Motorroller ebenso fabelhaft wie die Maschine mit der großen Wahl feinfühlig über Herrenköpfe gleiten lassen.

„Das Stylen und Frisieren von Vollbärten macht mir auch sehr viel Spaß“, erklärt der 1979 geborene Vollbartträger und schwärmt: „Als Mitglied der Barbershop-Crew gehe ich voll und ganz in meinem alten Beruf auf.“

Der dritte „Italiener“ mit dem kleinen Akzent

Barbier Nico

„Ich habe nach einem Barbershop gesucht, in dem Teamwork groß geschrieben wird und es einfach Spaß macht, zu arbeiten“, erklärt Nico seine Entscheidung, in Waldkirch anzuheuern. Insider wissen, dass ihn nicht zuletzt das „italienische Flair“ zum Team um Marco Holz gelockt hat.

Dass er in Illertissen aufgewachsen ist, hört man an einem netten kleinen Akzent. Als gelernter Damen – und Herrenfriseur kennt er alle Facetten seiner Branche. „Aber als Barbier fühle ich mich am wohlsten. Das ist exakt mein Ding“, schwärmt der 31-Jährige. Perfetto!